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Unser Weihnachtsgeschenk an die Stadt Hamburg – 1744 Auszubildende fordern Vergütung!

Am Donnerstag, 11.12.2014, haben wir dem Senator für Schule und Berufsbildung, Thies Rabe, ein Weihnachtsgeschenk überbracht, angenommen wurde dieses in Stellvertretung von Herrn Albrecht, Pressesprecher der Behörde für Schule & Berufsbildung.
Eingepackt waren darin 1744 Unterschriften von uns Erzieher*innen Azubis mit der Forderung: AUSBILDUNGGEHALT JETZT!

1744 Unterschriften sind ein deutliches Zeichen an die Stadt Hamburg aktiv zu werden:

Hundertfach leisten Menschen, die den Beruf des Erziehers/der Erzieherin erlernen, rund ein Jahr unbezahlte Arbeit in Hamburger KiTas, Schulen, Jugendwohnungen und weiteren sozialen Einrichtungen. Aufgrund des akuten Personalmangels und des schlechten Betreuungsschlüssels sind viele Einrichtungen regelrecht von den Auszubildenden abhängig, setzen sie ab dem ersten Tag schon oftmals wie ausgelernte Vollzeitkräfte ein und eine qualitativ hochwertige Anleitung ist bei der derzeitigen Personalsituation kaum möglich.

„Der schlechte Betreuungsschlüssel in den Kitas und die Kürzungen im sozialen Bereich werden auf den Schultern von uns Auszubildenden ausgetragen. Wir sind billige, sogar kostenlose Arbeitskräfte. Das ist Ausbeutung!“
Janosch T., Schulsprecher der Fachschule für Sozialpädagogik W5, Harburg

Aus diesem Grund haben wir – Schüler und Schülerinnen aller staatlichen und konfessionellen Fachschulen für Sozialpädagogik Hamburgs – uns zusammengeschlossen. Wir fordern einen besseren Personalschlüssel und vor allem eine Ausbildungsvergütung mit sofortiger Wirkung!

IMG_2487An unserer Forderung kommt man nicht so einfach vorbei!

Die negativen Auswirkungen der fehlenden Ausbildungsvergütung sind spürbar: Viele Schüler und Schülerinnen müssen neben 35 Ausbildungsstunden wöchentlich noch zusätzlich arbeiten, um sich über Wasser zu halten. Dauerstress, zeitliche und gesundheitliche Abschläge sind Gründe dafür, dass die allermeisten von uns nicht in der Lage sind, ein Optimum an Qualität aus der

Ausbildung zu schöpfen und warum viele Menschen diese Ausbildung gar nicht erst in Erwägung ziehen.

Gerade in den kommenden Jahren wird der Bedarf an Erzieher*innen aufgrund der zu
erwartenden Pensionierungswelle, dem Ausbau derGanztagsbetreuung in KiTa und Schule und dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz stark zunehmen. Es ist also an der Zeit die Ausbildung deutlich attraktiver zu gestalten.

Wir fordern deshalb eine Ausbildungsvergütung aus öffentlicher Hand und orientieren uns an den Regelungen für Auszubildende (BBiG) Hamburg (AVH).

Im Folgenden stellen wir unsere Forderungen nach einem Ausbildungsgehalt kompakt dar:

  • 1.Eine Ausbildungsvergütung muss mit sofortiger Wirkung eingeführt werden und soll sich aus staatlichen Kassen finanzieren.
  • 2. Die Höhe der Ausbildungsvergütung orientiert sich an der Ausbildungsvergütung für Auszubildende im öffentlichen Dienst. Regelungen für Auszubildende (BBiG) Hamburg (AVH) (1.Jahr 833,26€ 2.Jahr 883,20€ 3.Jahr 929,02€).
  • 3. Die bisherige Ausbildungsstruktur und Generalistik soll beibehalten werden.
  • 4. Die Ausbildung möge weiterhin an staatlichen Fachschulen verbleiben und somit auch einen Zugang ohne allgemeine Hochschulreife ermöglichen.

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