Ausbildungsvergütung JETZT!

Wir fordern ein Ausbildungsgehalt!

1.. Eine Ausbildungsvergütung muss mit sofortiger Wirkung eingeführt werden und soll sich aus staatlichen Kassen finanzieren.

2.  Die Höhe der Ausbildungsvergütung orientiert sich an der Ausbildungsvergütung für Auszubildende im öffentlichen Dienst. Regelungen für Auszubildende (BbiG) Hamburg (AVH)
(1.Jahr 833,26€ 2.Jahr 883,20€ 3.Jahr 929,02€)

3. Die bisherige Ausbildungsstruktur und Generalistik soll beibehalten werden

4. Die Ausbildung möge weiterhin an staatlichen Fachschulen verbleiben und somit auch einen Zugang ohne allgemeine Hochschulreife ermöglichen.

Viele wissen nicht, dass es für die Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin keinerlei Vergütung gibt. Menschen die den Beruf des Erziehers / der Erzieherin erlernen, leisten rund ein Jahr unbezahlte Arbeit während der Ausbildung. Hundertfach verrichten angehende Erzieher*innen jeden Tag unvergütete Arbeit in den Hamburger Kitas, Schulen, Jugendwohnungen und weiteren sozialen Einrichtungen. Aufgrund des akuten Personalmangels und des schlechten Betreuungsschlüssels sind viele Einrichtungen regelrecht von den Auszubildenden abhängig, werden ab dem ersten Tag schon oftmals wie ausgelehrnte Vollzeitkräfte eingesetzt und eine qualitativ hochwertige Anleitung ist bei der derzeitigen Personalsituation kaum möglich.


„Der schlechte Betreuungschlüssel in den Kitas und die Kürzungen im sozialen Bereich werden auf den Schultern von uns Auszubildenden ausgetragen. Wir sind billige, sogar kostenlose Arbeitskräfte. Das ist Ausbeutung!“ Janosch T.,  Schulsprecher der Fachschule für Sozialpädagogik W5 Harburg.

Aus diesem Grund haben wir – Schüler und Schülerinnen aller staatlichen und konfessionellen Fachschulen für Sozialpädagogik Hamburgs – uns zusammengeschlossen. Wir fordern eine Ausbildungsvergütung mit sofortiger Wirkung!

Die negativen Auswirkungen einer fehlenden Ausbildungsvergütung sind spürbar: Viele Schüler und Schülerinnen müssen neben 35 Ausbildungsstunden wöchentlich zusätzlich arbeiten, um sich über Wasser zu halten. Dauerstress, zeitliche und gesundheitliche Abschläge sind Gründe dafür, dass die allermeisten von uns nicht in der Lage sind, ein Optimum an Qualität aus der Ausbildung zu schöpfen! Oder warum viele Menschen diese Ausbildung gar nicht erst in Erwägung ziehen.

Gerade in den kommenden Jahren wird der Bedarf an neuen Erzieher*innen aufgrund von der zu
erwartenden Pensionierungswelle, dem Ausbau der Ganztagsbetreuung in KiTa und Schule und dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz stark zunehmen. Zudem muss der Betreuungsschlüssel in den Kitas endlich verbessert werden. Es ist also an der Zeit die Ausbildung deutlich attraktiver zu gestalten.

Wir fordern deshalb eine Ausbildungsvergütung aus öffentlicher Hand und orientieren uns an den Regelungen für Auszubildende (BbiG) Hamburg (AVH).

Im Folgenden stellen wir unsere Forderungen nach einem Ausbildungsgehalt kompakt dar:

1. Eine Ausbildungsvergütung muss mit sofortiger Wirkung eingeführt werden und soll sich aus staatlichen Kassen finanzieren.

2.  Die Höhe der Ausbildungsvergütung orientiert sich an der Ausbildungsvergütung für Auszubildende im öffentlichen Dienst. Regelungen für Auszubildende (BbiG) Hamburg (AVH)
(1.Jahr 833,26€ 2.Jahr 883,20€ 3.Jahr 929,02€)

3.  Die bisherige Ausbildungsstruktur und Generalistik soll beibehalten werden

4.  Die Ausbildung möge weiterhin an staatlichen Fachschulen verbleiben und somit auch einen Zugang ohne allgemeine Hochschulreife ermöglichen.

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